Das Projekt wird gefördert im Rahmen der Bundesinitiative 'Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft'. Entwickelt wurde das Programm vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gemeinsam mit der BDA und dem DGB. Das Programm wird finanziert aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) sowie des Europäischen Sozialfonds (ESF).

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„Zukunft geht nur gemeinsam“

Ein Gespräch mit Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, Präsident der Ingenieurkammer Bau NRW und Inhaber des Ingenieurbüros Thomas & Bökamp

„Wir bauen in unserem Büro schon lange auf Frauen“, sagt Dr.-Ing. Heinrich Bökamp. Mit spürbaren Effekten für den Betrieb. Gute Gründe für ihn bei der Begleitung von Berufsrückkehrerinnen und weiblichem Führungsnachwuchs genauer hinzuschauen.

Dr.-Ing. Heinrich Bökamp

Herr Dr. Bökamp, Ihre Kammer engagiert sich mit der Kooperation im Projekt „Auf Frauen bauen“ erstmals gezielt für die Ingenieurinnen in der Branche. Warum?

Vorrangiges Ziel ist es, Chancengleichheit für Ingenieurinnen und Ingenieure zu schaffen. Wir wollen an vielen Stellen bereits gelebtes gutes Miteinander von Ingenieurinnen und Ingenieuren transparenter werden lassen. Wir wollen Neugierde wecken für die Chancen und Möglichkeiten, die sich gerade für Ingenieurinnen in unserem Berufsfeld bieten.

Es geht nicht um die Diskussion einer Frauenquote. Die Kooperation in dem Projekt soll deutlich zeigen, dass die Zukunft unseres Berufsfeldes bzw. vieler Büros nur von einem gemeinsamen Fundament für Ingenieurinnen und Ingenieure getragen werden kann. Ingenieurinnen soll gerade nach Arbeitsunterbrechungen wie der Familienzeit erleichtert werden, die sich bietenden Chancen in unserem Berufsfeld, sei es als Angestellte oder als Führungskraft, besser wahrzunehmen.

Im Frühjahr starten die ersten Workshops. Warum sollten die Büros dieses Angebot nutzen? Wie könnten sie profitieren?

Büros erhalten die Chance, unter professioneller Begleitung Zukunftsstrategien unter besonderer Berücksichtigung des Potenzials von Ingenieurinnen zu entwickeln. Dies beginnt bei der Schaffung geeigneter familienfreundlicher Arbeitswelten und erstreckt sich bis zur konkreten Beratung und Unterstützung in für Frauen relevanten Themen. Wir hoffen dabei auch auf eine effektiver Rolle von Frauen in der Diskussion über die Rolle in der Nachfolgeregelung von Büroinhabern.

In welcher Weise betrifft das Thema auch Ihr Büro?

In meinem Büro bauen wir schon lange auf Frauen. Wir sind bislang nicht enttäuscht worden. Wir profitieren sehr von den unterschiedlichen Ansätzen in der Projektabwicklung zwischen Ingenieurinnen und Ingenieuren.

Ist das Büro Thomas & Bökamp als Teilnehmer dabei?

Falls noch Kapazitäten offen bleiben, werden wir gerne mitmachen. Ich bin sehr gespannt.